Profiboxer LULZIM ISMAILI

LULZIM ISMAILI, (5-0-0 ), geboren in Tetovo/Macedonien, Student, trainiert seit 1.10.2010 und begann seine PROFI-Laufbahn am 13.04.2019. ER hat in der Jugend für die macedonische Nationalmannschaft geboxt, war 7x  macedonischer Meister, beim 2x bis 60kg bei den Kadetten Meister 2x bis 64kg bei den Junjoren Meister 3x bis 69kg bei den Senioren Meister. Teilgenommen hat er auch bei den europäischen Meisterschaften in Rumänien und bei den Mittelmeer-Meisterschaften in Taragonda/Spanien. Er war ebenfalls Teilnehmer bei vielen Veranstaltungen von AIBA Kosovo, Serbien, Albanien, Bulgarien, Bosnien und Montenegro, dabei viele Turniere gewonnen. Leider ist er in seiner Heimat der einzige Profiboxer, und es ist schwer, Gegner zu finden, deshalb suchen wir jetzt Möglichkeiten für ihn außerhalb der Heimat zu boxen. Manager in Deutschland: Bekhim Hoxhaj von NoLimitBoxing
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LULZIM

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BINTOU SCHMILL HATTE DAS BOXEN SCHON AUFGEGEBEN Jetzt will sie ihren Weltmeister-Traum erfüllen

Von Robert Schreier
Immer wieder schlägt die krachende Rechte im Sandsack ein. Tänzelnd bewegt sich Bintou Schmill (36) um ihr Ziel. „Wenn man dort reingeht“, sagt sie und deutet auf den Boxring, „muss einem bewusst sein, dass man auch sterben kann.“ Dennoch bereitet sich Schmill in einem Box-Gym im Hamburger Stadtteil Hammerbrook auf ihre nächsten Kämpfe vor. Es werden die ersten seit vier Jahren sein. Mit allen Risiken. Den sicheren Lebensentwurf hat sie aufgegeben. Vor einigen Wochen stand die studierte Sport- und Französisch-Lehrerin vor siebten und achten Klassen der Stadtteilschule Öjendorf. Passé. Jetzt zählt nur noch das Boxen. „Ich möchte mir meinen Traum erfüllen, doch noch Weltmeisterin zu werden“, sagt Schmill. „Ich habe nicht mehr viel Zeit. Aber ich spüre, dass ich den Titel in mir habe.“

Schmill war schon einmal fast an ihrem Ziel. 2015 war sie Europameisterin. Im Junior-Weltergewicht. Ein Jahr später folgte der EM-Titel im Weltergewicht. Ein Kampf um einen WM-Gürtel war nur eine Frage der Zeit. Doch Schmill bekam die ganze Schattenseite der Boxwelt mit ganzer Wucht ab. Absprachen und Zerwürfnisse von Promotern und Managern: Sie fiel hinten runter. Andere, die weit hinter ihr in der Weltrangliste standen, bekamen ihre Chance. Schmill gab auf. „Ich wollte eine ganze Zeit lang nichts mehr mit dem Geschäft Boxen zu tun haben“, sagt sie. „Ich wäre längst Weltmeisterin gewesen, aber mir war alles zuwider. Ich konnte mir nicht mal mehr Kämpfe im Fernsehen anschauen.“

Um zu verstehen, warum sie nun doch wieder da ist und für ihren Traum kämpft, müssen wir mehr als zwei Jahrzehnte zurückgehen. Es ist ein trister Tag im Januar 1998. Es lag Schnee. Nie zuvor hatte die damals 13-jährige Bintou welchen gesehen. Bisher war sie in Togo aufgewachsen. Bei ihrer Mutter in Westafrika. Der warme Wind wehte dort den Wüstensand in die Straßen und an die Hausfassaden. Die Sauberkeit in Deutschland waren für Bintou daher fast noch beeindruckender als der Schnee.

Ihre Oma hatte einen Deutschen in Togo kennengelernt, ihn geheiratet und wollte die Enkelin nach Hamburg holen. Was die Familie beschließt, wird gemacht. Also sitzt Bintou kurz darauf in einem Flugzeug und dann in einem Taxi, das sie zum Holstenbahnhof bringt. Direkt im Umfeld der Neuen Flora wächst sie auf. Bei ihrer Oma und deren Mann, die zu ihren Adoptiveltern werden. So kommt sie zu ihrem deutschen Nachnamen.

Bintou Schmill kann anfangs zehn deutsche Wörter. Zahlen von 1 bis 10. Sie geht auf eine französische Schule, lernt dort Deutsch. Aber viel mehr bringt ihr der Fernseher bei. Dank Sailor Moon, Mila Superstar und anderen Zeichentrickserien kann sie sich bald gut verständigen. Wirklichen Kontakt zu deutschen Jugendlichen bekommt sie erst durch den Sport. Anfangs ist es Judo. „Ich mochte es zu kämpfen“, sagt sie.

Doch als sie nach dem Abitur in Bremen studiert, passen die Zeiten für das Judo-Training nicht zu ihrem Vorlesungsplan. Da spricht sie ein Trainer aus dem Hochschulsport an. „Er meinte, ich würde mich wie eine Boxerin bewegen“, erzählt Schmill. „Ich dachte erst, es sei eine Beleidigung.“ War es nicht, sondern der erste Blick, der ihr Talent wahrnahm. Mit 22 Jahren begann sie mit dem Boxen. Erstes Sparring in der zweiten Trainingseinheit. Erste Bekanntschaften mit dem Ringstaub. Doch bald liegt sie nie wieder auf den Brettern. „Boxen war vom ersten Tag an genau mein Sport. Er vereint alles, was ich gut kann“, sagt Schmill und meint nicht nur ihre Athletik und ihren Kampfgeist. „Ich kann auch einstecken. Manchmal brauche ich in Kämpfen sogar ein, zwei härtere Treffer, um wach zu werden.“

Sie studiert und boxt. Sie hilft Flüchtlingen als pädagogische Betreuerin und boxt. Sie sieht, wie andere große Kämpfe bekommen – und boxt oft nur als Sparringspartnerin. „Vielleicht auch, weil ich aus Afrika kam“, sagt sie. „Ich habe viel unterschwelligen Rassismus erlebt. Ich hatte immer das Gefühl doppelt so viel leisten zu müssen als Menschen mit weißer Hautfarbe und deutschem Pass.“

Durch das Boxen, sagt sie, habe sie eine andere Haltung bekommen. „Als Kind wurde ich oft gefragt, ob ich ein Schweigegelübde abgelegt hätte“, sagt sie. Das Wort musste sie damals erstmal nachschlagen. Zu fragen, hatte sie sich nicht getraut. „Ich war sehr schüchtern. Mit dem Boxen wurde ich selbstsicher, meine Schultern gingen nach oben. Ich hatte etwas, für das ich stand“, sagt Schmill.

Und sie kämpft. Und sie gewinnt. 14 Fights als Profi, 14 Siege, 12 durch K.O. „The Voice“ wird sie genannt. Weil sie nebenbei singt. In einem Gospalchor und in einer Soul-Band. Sogar auf Events und in großen Hallen. Und weil sie jeden ihrer Schläge mit einem lauten Stöhnen auf die Reise schickt. „Wie Serena Williams ihre Vorhand“, sagt Schmill grinsend. In dieser Zeit ist sie gefragt. Ein Kamerateam von RTL begleitet sie. Interview-Anfragen ohne Ende. Auch Markus Lanz ist dabei. Sie ist Cover-Girl des Magazins Penthouse. Europameisterin! Schmill ist auf dem Höhepunkt.

Doch bald ist sie nur noch Lehrerin und Mutter einer Tochter. Bis jetzt. Bis sie ihr Traum nicht mehr loslässt. „Ich habe mich mit dem Gedanken gequält, dass ich nicht mit dem Boxen fertig war. Wenn ich es jetzt nicht noch einmal versucht hätte, würde ich mich ein Leben lang fragen, ob ich es geschafft hätte“, sagt Schmill, die sogar einen neuen Kampfnamen hat: „The Mighty Beauty“. Die mächtige Schöne. Das bedeutet ihr Vorname Bintou in der Sprache ihrer Vorfahren.

Sie weiß, was sie tut. „Alles auf eine Karte. Es ist ein Mega-Risiko“, sagt Schmill. „Aber es nicht zu tun, würde ich bereuen.“

Bintou Schmill